Traurig das Tiny House zu verlassen aber freudig auf die weitere Strecke machten wir uns am nächsten Morgen auf die Lange Fahrt nach Paynesville. Paynesville liegt in der bekannten Region Lakes Entrance, wo Landstücke das Meer vor der Küste etwas aufteilen und dadurch zahlreiche Seen entstehen. Ganz im Süden liegt der unscheinbare Ort. Wir waren jedoch nicht für den Ort hier, sondern für die kleine Insel – Raymond Island, die nur etwa 200 Meter vom Festland entfernt liegt. Trotzdem gibt es keine Brücke die hinüber führt, sondern eine Fähre die alle paar Minuten fährt und auch Autos hinüber bringt. Für Fußgänger ist diese dabei komplett kostenlos. Die Insel ist sehr klein, 6km lang und 2km breit und hat nur wenige Einwohner. Daher sind große Teile der Insel Eukalyptuswald und in genau diesem kann man die kleinen, flauschigen Tierchen finden: Koalas. Zunächst nur vereinzelt und später immer mehr, haben wir sie in den Bäumen entdeckt. Da Koalas 21 Stunden am Tag schlafen war es wenig verwunderlich, dass die meisten auch genau das taten. Oft hatten sie den Kopf in den Pfoten versteckt, während sie oben die den Bäumen auf wirklich dünnen Ästen saßen. Sie ließen sich auch von uns nicht stören. Wir liefen durch einen ganzen teil des Waldes und fanden auch noch einen Koala mit Baby auf dem Rücken, die wohl der Hunger überkommen war. Sie futterte munter Eukalyptus und lehnte sich dabei auch schon mal so weit nach vorne um an die besten Blätter zu kommen, dass sich das Baby auf ihrem Rücken richtig festkrallen musste um nicht herunter zu fallen. Wirklich sehr niedliche Tiere, die hier ein schönes zuhause in der Wildnis haben.

Unsere Unterkunft für die Nacht lag noch weiter die Küste herunter. Da wir diese voraussichtlich erst gegen 20 Uhr erreichen sollten entschieden wir, auf dem Weg einen Stopp für das Abendessen einzulegen. Dabei fanden wir zufällig ein Smoke House Restaurant (dort wird vor allem Fleisch geräuchert um es zu garen). Dort gab es äußerst leckere Burger zu einem sehr erschwinglichen Preis. Gestärkt war dann auch die letzte halbe Stunde Fahrt für uns gut machen. Da wir die Unterkunft wirklich nur für eine Nacht brauchten, hatten wir uns für ein einfaches Motel entschieden. Dieses wirkte im großen und ganzen auch sauber, jedoch nicht so einladend, dass wir dort mehr als eine Nacht hätten verbringen wollen. Ein typisches Motel eben.