Bereits im voraus, bei der Planung der Reise hatten wir in einem anderen Blog über eine Foodtour gelesen, die man durch das Viertel Testaccio machen konnte. Diese war toll beschrieben, sollte jedoch 65€ pro Person kosten. Also entschieden wir unsere eigene Tour zu planen.

Los ging es wie jeden Tag mit der Bahn. Von dort fuhren wir direkt in das Viertel. Dort gibt es nicht nur tolle Straßen und eine Pyramide (gehören die nicht nach Ägypten?) sondern zur morgendlichen Zeit auch einen großen Markt, den Nuovo Mercato Testaccio. Dieser schließt jedoch ab 12 Uhr und somit zu früh für uns Langschläfer. Wir hatten trotzdem Glück. Die meisten Läden die frische Lebensmittel, wie Fisch oder Gemüse, anboten hatte bereits geschlossen. Die Läden die jedoch Kleidung oder Deko hatten waren noch geöffnet. So haben May-Britt und Peter eine Nachtischlampe für ihr neues Schlafzimmer gefunden und Peter gleich noch ein paar neue Anzugschuhe. Das dies erst der Beginn eines Shoppingtrips werden sollte werden wir erst gegen Abend merken.

Der nächste Punkt auf unserer Tour sollte eine Konditorei sein, die die besten Canolli herstellt die es in Rom gibt. Durch die Fernsehsendung “Buddy`s Bakery” wollten Lukas und Ninja diese unbedingt probieren. Dort hatten wir jedoch Pech, da diese gerade für die Mittagspause schloss. Also direkt weiter. Nach der Enttäuschung mit dem Eis gestern sollte es heute das beste Eis Roms geben, in einem traditionellen Laden der seit 1890 (das Internet streitet sich ein wenig über das genaue Gründungsjahr) besteht. Die Sahnemaschine dort ist auch mindestens so alt und was auch immer ihr Geheimnnis ist, wird in ihr die mit Abstand beste Sahne hergestellt die wir je gegessen haben. Aber auch das Eis dort ist köstlich. Hier wählt man nicht nach Sorten sondern nach der Größe des Bechers. In diesen Kann man dann (fast) so viele Sorten tun wie man möchte und er wird bis zum Rand gefüllt. Also wenn ihr mal in Rom seit, müsst ihr unbedingt in der Gelateria Giolitti (Via Amerigo Vespucci 35. Achtung Verwechslungsgefahr: In der Nähe vom Pantheon gibt es eine Eisdiele mit gleichem Namen, aber deutlich schlechterem Eis!) vorbei schauen!

Vorerst gesättigt ging es über eine Brücke von der aus man auch die Engelsburg sehen kann in das angrenzende Viertel Traversetere.

Dieses ist bekannt für die vielen kleinen Gässchen und alten Häuser. Es ist besonders schön anzusehen und noch nahezu unentdeckt von Touristen. Wenn man das viertel einmal durchquert landet man erneut Tiber und kann dort über eine Brücke die kleine Tiberinsel erreichen. Dort gibt es zwei Kirchen die man kostenlos ansehen kann.

 

 

 

 

 

Am Vortag auf dem Weg zum Vatikan sind wir an diversen Kleidungs- und Schuhläden vorbei gekommen. Da die Menschen in Italien im durchschnitt kleiner sind als in Deutschland ist es für kleine Mensche häufig einfacher dort schöne Schuhe zu bekommen. Aus diesem Grund wollte May-Britt gerne noch einmal zu dieser Straße zurück, weil sie morgens auf dem Markt keine passenden Schuhe gefunden hatte. Da keine passende Bahnstation in der Nähe war und die Strecke in einer halben Stunde fußläufig zu bewältigen war machten wir uns auf den Weg. Wie jedoch so oft dauerte der Weg fast doppelt so lang, da wir immer wieder neue Dinge entdeckten oder an kleinen Läden stehen blieben. Als wir endlich an der Straße ankamen hatten die beiden Jungs, Lukas und Lasse, überhaupt keine Lust auf shoppen und blieben lieber auf einer Bank am Rand sitzen. Als wir uns dan nach fast einer Stunde am Ende der Straße wieder trafen hatte Ninja bereits eine neue Bluse und ein Schickes Outfit mit Kleid und Blazer. Von dort wollten wir uns dann eigentlich auf den Weg zum essen machen. Doch es kam uns ein letzter kleiner Laden in die Quere der im Schaufenster damit warb, 3 Hemden für 50€ zu verkaufen. Da Peter fast nur Hemden trägt und diese auch für die Arbeit benötigt betraten wir den Laden. Dort kam dann als erste Idee alle drei Männer mit jeweils einem neuen Hemd auszustatten. Jedoch entdeckte Lasse dann noch kurze Hosen und T-Shirts und ließ erst einmal von den Hemden ab. Am Ende verließen wir den Laden bei Ladenschluss mit 3 neuen Hemden, 3 neuen kurzen Hosen, 3 neuen T-Shirts, 2 Gürteln sowie 2 Krawatten. Da kann man mal sehen wir der kurze Shoppingtripp vom Morgen geendet hat.

Nun völlig erledigt und hungrig machten wir uns mit der Bahn auf zum Quartier um dort alle Taschen abzuladen und weiter zum Abendessen zu gehen. Da wir alle bereits relativ müde waren hatten wir bereits im voraus überlegt erneut in dem Restaurant vom zweiten Abend essen zu gehen. Leider mussten wir jedoch feststellen, dass dieses geschlossen war und wir deshalb in das angrenzende auswichen. Wie sich später herausstellt hätten wir in diesem Punkt besser vorher TripAdvisor befragt. Das essen war zwar ganz okay jedoch war das Personal sehr unfreundlich und die Bedienung schlecht.

Trotzdem ist es schade das diese Reise nun fast zusende ist!