Erneut geht es für uns los um die Welt zu entdecken. Diesmal jedoch nicht nur zu zweit sondern mit den Eltern und dem Bruder von Ninja.
Wie der Titel schon verrät führt uns der Weg um die Welt nach Rom. Nachdem gestern bis in die späten Abendstunden die letzten Vorbereitungen getroffen wurden ging es heute morgen früh raus und dann fast pünktlich um 8 Uhr in Dabringhausen los. Unser Flug sollte um 10:30 Uhr von Köln/Bonn abfliegen, sodass ausreichend Zeit war das Auto zu parken und mit dem Shuttle zum Flughafen zu fahren. Anschließend sollte es nach Rom gehen, dort in die Bahn und dann in die Unterkunft, welche erneut über Airbnb gebucht war, und wo der Vermieter auf uns warten sollte.
Soweit der Plan. Die Realtität sah dann etwas anders aus. Bis zum Parkplatz von Park Point lief alles gut. Jedoch war dann dort nur eine Mitarbeiterin die auch in just dem Moment als wir ankamen eine Gruppe von 8 Leuten wegbringen wollte. War aber kein Problem, da wir bereits um 8:40 Uhr, statt wie gebucht 9 Uhr dort waren. Jedoch zog es sich dann noch bis sie tatsächlich fuhr und als sie zurück kam war es bereits 9:10 Uhr. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht wie lang die Schlange an der Sichterheitskontrolle ist und unser Gate sollte um 10 Uhr schließen. Als sie dann auch noch ewig brauchte um tatsächlich auch wieder einzusteigen und los zu fahren, war es höchste Zeit das wir zum Flugzeug kommen. 
Das hat sie dann auch deutlich gezeigt in dem sie wirklich rasant und teilweise ein bisschen beängstigend zum Flughafen bretterte. Dadurch dauerte die Fahrt dann auch nur wenige Minuten und da wir keine Koffer abgeben musste (bei Ryanair kostet jeder normale Koffer zusätzlich Geld, sodass wir alle nur Handgepäck gepackt haben) kamen wir schnell an der Sicherheitskontrolle an. Die Schlange dort war überschaubar und nach einem Sprengstofftest an Ninjas Koffer durften wir durch.
Am Gate kam dann die Durchsage, dass das Flugzeug so voll ist, dass wir bitte alle großen Handgepäckstücke abgegeben sollen und diese kostenlos im Frachtraum transportiert werden. Da hatten wohl noch mehr Leute den Gedanken sich das Geld für einen Koffer zu sparen.
Pünktlich wie für Ryanair üblich hoben wir ab in Richtung Süden und der Sonne entgegen.
Schneller als gedacht sahen wir auf einmal den Bodensee und nur kurze Zeit später die teilweise schneebedeckten Alpen unter uns.
Kaum eine halbe Stunde später setzten wir zum Landeanflug auf Rom an und bekamen die erste kurze Sightseeingtour von oben. Zumindest den Petersdom und das Kolosseum kennen wir jetzt schon.


Am Flughafen angekommen kam das Gepäck über das Gepäckband zu uns zurück und wir verließen den Sicherheitsbereich Richtung Ausgang. Anschließend kam die Frage: Wie müssen wir denn jetzt eigentlich fahren. Bahnhof, ja gibt es, auch am Flughafen allerdings auf der anderen Seite des Gebäudes und der Start- und Landebahnen. Fußweg: 1 Stunde. Damit fiel die Option vorerst raus. Also am Schalter der Touristeninformation nachgefragt. Dort wurde uns zunächst einmal erklärt, dass wir uns noch nicht im Bereich Rom befinden sondern in Ciampino. Damit galt das Wochenticket was wir für die öffentlichen Verkehrsmittel haben wollten dort noch nicht. Sie sagte uns aber wir sollten in den Bus Nr. 4 Steigen und an der ersten Station wieder raus. Den. Bus Nr. 4 zu finden war nicht das Problem, ehr aber die Frage wann er denn jetzt kommt.
Von Fahrplänen keine Spur, dafür kamen immer mehr Menschen. Also entspannt gewartet. Wir hatten in der Zeit herausgefunden das die erste Bahnstation innerhalb des Verkehrsnetz, welches zu Rom gehört, Anagnina heißt. Da wir ja zuvor am Schalter erwähnt hatten, dass wir gerne mit dem Ticket fahren wollten, welches zu Rom gehört waren wir auch in der Annahme das uns die Frau dann wohl zu eben dieser Station schicken wollte. Der Bus kam, der zuvor genannte Preis von 1,20 € pro Person stimmt auch, also rein und nix wie los. Die erste Haltestelle kam und wir hatten zuvor auf der Karte bereits festgestellt, dass dies nicht die Station ist zu der wir eigentlich wollten sondern der Bahnhof am Flughafen. Diese Station liegt ebenfalls noch außerhalb von Rom. Aber da dort alle ausstiegen dachten wir das dies die Endhaltestelle ist und der Bus nur zwischen dem Bahnhof und dem Flughafen pendelt. Leider zu spät stellten wir fest, dass dieser Bus auch noch bis Anagnina gefahren wäre. Also mussten wir uns jetzt eine andere Alternative überlegen. Rom hat im Gegensatz zu anderen Großstädten den Unterschied, dass es hier nicht wie sonst oft üblich ein großes U-Bahn netzt gibt sondern lediglich zwei Linie. Eine dritte ist seit längerer Zeit in Planung, jedoch stoßen sie bei Arbeiten so häufig auf archäologische Funde, dass es nicht voran geht. Leider hält auch keine dieser Linie so weit außerhalb und vom Bahnhof muss man meist bis zum Hauptbahnhof fahren. Kurzzeitig waren wir davor aufzugeben und ein Taxi zu rufen. Ein kurzer Blick auf den Ticketpreis von nur 1,50€ pro Person für die Zugfahrt in die Stadt lies uns jedoch den Gedanken schnell wieder verwerfen. Glück haben wir auch da gehabt, denn die Bahn fuhr unmittelbar danach ab und wir erreichten den Hauptbahnhof von Rom in nur 15 Minuten. Dort gab es dann auch endlich kurz vor der Metro die Automaten an denen wir unser Wochenticket für all öffentlichen Verkehrsmittel kaufen konnten. Von dort waren es dann nur noch 6 Stationen bis zu der, in der Nähe der Unterkunft. Von dort war es laut Navigation von 600m bis zum Quartier. Ziemlich durstig machten wir uns auf den Weg. Ein paar kleine Straßen lang und durch einen Park kamen wir an dem Haus mit der entsprechenden Hausnummer an. Der Eingang befindet sich in einem kleinen Innenhof aber auch den fanden wir. Dort war vermutlich heute morgen jemand gestorben, sodass dort ein Leichenwagen war, jede Menge Blumenkränze im Eingang und eine Menge Menschen die dort rein und raus liefen. Von dem Vermieter leider keine Spur. Auch ein Blick auf die Klingeln half und nicht weiter. Die Häuser sind groß und haben ca. 28 Wohnungen und mit nur einem Vornamen kamen wir nicht weiter. Also haben wir ihm zuerst eine Nachricht geschrieben und anschließend versucht anzurufen. Leider ging nur die Mailbox dran und wir wurden langsam etwas misstrauisch. Nach einiger Suche und einem weiteren Anruf ging er endlich dran. Allerdings war der Empfang so schlecht, dass man ihn kaum verstand und er nur etwas von deiner Schwester sagte. Also weiter abwarten und kurze Zeit später kam tatsächlich eine Frau die uns zu einem Eingang zwei Türen weiter im gleichen Gebäude brachte. Sie zeigte uns auch die Wohnung, die tatsächlich so gut aussieht wie auf den Bildern. Nachdem sie wieder weg war stürzten wir uns alle erst einmal auf etwas zu trinken und anschließend ins Bett um uns wenigstens 10 Minuten auszuruhen.
Gegen 16:10 Uhr machten wir uns zu viert, ohne Ninjas Mutter May-Britt, auf den Weg zum Einkaufen. Unser Viertel liegt etwas außerhalb und ist somit glücklicherweise nicht so touristisch, sodass wir bereits auf der anderen Straßenseite einen Obst- und Gemüsehändler fanden bei dem das Obst fantastisch duftete. Das wollten wir aber auch dem Rückweg erledigen, nachdem wir “typisch deutsch” im LIDL waren. Der bietet zum Glück nicht “typisch deutsch” die Sachen an, die er in Deutschland hat, sondern auch jede Menge italienische. Eingedeckt mit Getränken, einem kleinen Snack als Vorspeise für heute Abend, sowie Dingen für das Frühstück ging es zurück zum Obsthändler. Dort haben wir noch Pfirsiche, Kirschen, Melone, Pflaumen, Erdbeeren, Tomaten, Pfifferlinge, Eier und Oliven gekauft. Voll bepackt ging es zurück in die Unterkunft.
Jetzt sitzen wir nach der leckeren Vorspeise, natürlich “typisch italienisch”, sitzen wir jetzt noch auf unserem kleinen Balkon und blicken in den Innnhof.

Bei sommerlichen Temperaturen von noch immer über 30° C. Eventuell geht es später in die Stadt noch was essen, ansonsten lassn wir den Tag gemütlich ausklingen und sparen Kräfte für den morgigen Tag. Auch davon werden wir euch natürlich berichten! 


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