Heute ging es weiter mit dem Zug und zwar von Prag in das schöne Wien. Endlich noch mal in Österreich! Was ich genau an dem Land so toll finde ist nicht so ganz einfach zu sagen. Die Mischung in der Landschaft zwischen Seen und Bergen vielleicht. Was ich aber ganz sicher weiß ist, dass ich das Essen der Österreicher liebe! Zu lang war der letzte Urlaub hier schon her, jetzt endlich noch mal hier. 

Aber fangen wir heute morgen an. Unser Zug sollte um 10:48 Uhr in Prag von Bahnhof losfahren. Hier ist es so üblich, dass das Gleis erst eine halbe Stunde vor Abfahrt bekannt gegeben wird. Wir machten uns gegen 10 Uhr auf den Weg. Gerne hätten wir uns von unserem Gastgeber ja verabschiedet um ihn überhaupt mal kennen zu lernen. Aber ob er nicht da war oder nicht mit uns reden wollte wissen wir nicht und so haben wir die Unterkunft ohne ein weiteres Wort verlassen. Da gibt es in Prag mit Sicherheit auch weitaus schönere! Ein letztes mal ging es zu Fuß (ja ich weiß es gibt eine Bahn, aber dafür sind wir dann doch zu sparsam und laufen ist schließlich gesund) den Berg hinunter bis zum Bahnhof. Das Gleis wurde schnell herausgefunden. Jedoch waren wir am Gleis selber dann sehr überrascht wie viele Menschen dort bereits warteten. Als der Zug kam suchten wir uns möglichst schnell einen Wagen auf den nicht alle zu stürmten. Dort ließ sich sogar noch ein freie Vierer Platz mit Tisch finden den wir die meiste Zeit auch ganz für uns hatten. Die Fahrt an sich ist ziemlich unspektakulär verlaufen. Es war sehr angenehm, dass wir nur mit einer Bahn fahren mussten und nicht zwischendurch noch zahlreiche Male umsteigen. Gegen 15 Uhr erreichten wir den Wiener Hauptbahnhof von dem aus wir nur wenige Minuten mit der Bahn bis Wien Mitte brauchten. Von dort führte unser Weg um einige Ecken bis wir schließlich an der zweiten Unterkunft ankamen. Wer wissen möchte wie diese aussieht kann gerne mal hier auf Airbnb gucken: http://abnb.me/EVmg/FeXQgAs5dG

Wir hatten zwar einen Namen und eine genaue Hausnummer jedoch ließ sich dieser Name nicht auf den klingeln finden. Also probierten wir den Gastgeber per Telefon zu erreichen. Auch dies blieb jedoch unbeantwortet, selbst nach mehrmaligem anrufen. Auch auf unsere Nachrichten kam zunächst keine Antwort. Als wir dann so resigniert dort vordem Haus saßen kam zufällig eine Mutter mit Kind vorbei die in dem Haus wohnt. Diese ließ uns herein und zeigte uns wo die Wohnung war, sodass wir direkt dort klopfen konnten. Da wir vorher eine ungefähre Ankunftszeit ausgemacht hatten war unser Gastgeber auch dort und entschuldigte sich das er sein Handy nicht gehört hatte. Da er selbst bis vor einigen Minuten arbeiten gewesen war hatte er auch noch keine Zeit gehabt das Zimmer von den heute morgen angereisten Gästen für uns frisch zu machen. Das Warten war für uns jedoch kein Problem, da es einen ganzen Korb mit Prospekten über Wien gab mit dem wir es uns auf dem Sofa bequem machten während er das Bett frisch bezog und das Zimmer putzte. Da er Vegetarier ist bat er uns kein Fleisch, Fisch oder Eier in der Wohnung bzw. im Kühlschrank zu haben. Wir haben für gewöhnlich immer etwas Wurst und Mayonnaise (enthält Eier) dabei um uns Brote für den Tag zu schmieren. Wird also auch für uns eine ehr vegetarische Angelegenheit. Auch mal eine Erfahrung und nur halb so schlimm, es gibt schließlich Erdnussbutter und Nutella. Dann gibt es den Speck halt erst in der nächsten Woche am Wörthersee 😄

Nach einer kurzen Pause machten wir uns kurz darauf auf den Weg zum nächstgelegenen Supermarkt. Dabei kamen wir am berühmten Hundertwasser Haus vorbei was am Ende unserer Straße steht. Das müssen wir uns die Tage aber noch mal in Ruhe ansehen. Was beim Einkauf natürlich nicht fehlen durfte war eine Flasche Almdudler.

Da wir heute kein Mittagessen hatten machten wir uns vergleichsweise früh auf den Weg zum Abendessen. Bei uns in der Nähe gab es ein kleines österreichisches Restaurant, das Kolonitz Beisl (Bechardgasse 2, Wien) (Beisl ist das Österreichische Wort für Wirtzhaus) was auch nicht so teuer war. Dort gab es erst einmal Suppe für jeden von uns, für mich natürlich mit Frittaten 😍 und was isst man wenn man schon mal in Wien ist. Natürlich ein Wiener Schnitzel. Außerdem gab es Tiroler Geröstl und das würde dann beides halbe halbe geteilt. Das Essen dort war köstlich und ist wirklich zu empfehlen! Das wird aber mit Sicherheit nicht das letzte Schnitzel gewesen sein, da wir bereits eine nächste Empfehlung von meinem Papa haben. Ein Wirtshaus mit Brauerei. Da ist es schon fast eine Schande dass wir kein Bier mögen.

Jetzt sitzen wir frisch geduscht in unserem gemütlichen und zum Glück auch sehr sauberen Zimmer und schmieden Pläne für die nächsten Tage!